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Nova Scotia im Winter



Nachdem wir Aegir gut in der Alderney Marina von Dartmouth, Halifax, positioniert und ein paar Außenarbeiten noch bei herrlichem Herbstwetter erledigt haben, verbringen wir zwei Monate in Europa.



Wir genießen es sehr, uns mit Freunden und Familie an unterschiedlichen Orten zu treffen. Kunst, Kultur und Kulinarik aus der Heimat gehören genauso zum Programm wie erste Schweißversuche – man weiß ja nie...

Welding for beginners...
Welding for beginners...

Anfang Januar kehren wir mit vollem Gepäck an Bord zurück und arbeiten unsere To-dos langsam ab. Vom Portofficer John van-Schalkwyk des OCC (Ocean Cruising Club) erhalten wir einen wertvollen Kontakt, um eine wichtige Reparatur an der gebrochenen Halterung unseres Fockbaums vornehmen zu lassen. Wir nehmen regelmäßiges Training in einem Fitnesscenter in unsere Wochenplanung auf. Außerdem integrieren wir kulturelle Aktivitäten in unsere Winterwochen und pflegen Kontakte hier in Halifax.


Alderney Marina
Alderney Marina

Ende Januar sorgt eine Kältewelle in Kombination mit Schnee für Freude. Alle Heizungen funktionieren und unser Generator hilft dabei, den einen oder anderen Stromausfall zu überbrücken. Mit der richtigen Outdoorkleidung macht es Spaß, sich trotz der Kälte draußen zu bewegen. Der Winter wird mit einem Saunagang am Lake Banook und einer Abkühlung im See gekrönt – dank des vorbereiteten Eislochs.


Lake Banook
Lake Banook

Mit einem Leihwagen fahren wir zum nahegelegenen Skigebiet Wentworth, das klein, aber fein ist. Dort kommen unsere Ski zumindest einmal zum Einsatz. Die paar Schwünge durch den von Eiskristallen gezierten Wald machen Freude. Anschließend erkunden wir die St. Margarets Bay und beenden den Ausflug mit einer Winterwanderung am Pot Lake. Wir nutzen das Auto außerdem für wichtige Besorgungen, um die nächste Etappe gut meistern zu können.


Wentworth Ski Resort
Wentworth Ski Resort

St. Magrets Bay  - Peggy*s Cove
St. Magrets Bay - Peggy*s Cove

Leider spüren wir die Grenzen des kanadischen (und deutschen) Gesundheitssystems. Das bedeutet, dass wir nicht die Leistungen erhalten, die wir bräuchten. Für eine kleine Haut-OP gibt es einfach keinen zeitnahen Termin. Deshalb fliegt Gregor ungeplant für eine Woche in die Schweiz, um sich von seiner ehemaligen Hautärztin behandeln zu lassen. Ich, Christine, arbeite an den Bootsprojekten und nehme verschiede Einladungen sehr gerne an. Die Atmosphäre ist herzlich, gastfreundlich und zugewandt, sodass es mir leichtfällt, mich in Gespräche einzubringen (mein Englisch könnte besser sein), und ich mich sehr wohlfühle.


Trans-Ocean Port Officer  - Nova Scotia
Trans-Ocean Port Officer - Nova Scotia

Anfang März machen wir noch einen Abstecher zu Robert Müller, dem TO-Stützpunktleiter (Trans-Ocean) von Nova Scotia, und seiner Partnerin Heidi Fischer nach Cleveland in Nova Scotia. Natürlich prägen Gespräche über das Segeln und Segelboote unsere gemeinsame Zeit – und das alles bei einem wunderbaren Käsefondue. Auch im Winter gefällt uns diese Insel- und Buchtenlandschaft sehr gut. Mit Schneeschuhen stapfen wir durch den Winter, der sich nur langsam in Richtung Frühling bewegt.


Cleveland - Cape Breton
Cleveland - Cape Breton

Völlig unerwartet wird Christine zur Hunde-Babysitterin. Unsere Bootsnachbarn - Moira und Jeannot - haben eine neue Hundewelpin "Loki" an Bord und können so ab und zu das Schiff ohne Hund verlassen. Christine geniesst den Hundebesuch an Bord.


Loki - aka "THE BEAST"
Loki - aka "THE BEAST"

Innerhalb und ausserhalb der Marina schließen wir einige sehr nette Bekanntschaften mit Kanadiern, die unseren Winteraufenthalt enorm bereichern. Wie so oft erleben wir Aufgeschlossenheit, Freundlichkeit und beeindruckende Hilfsbereitschaft. Wir werden in Freundeskreise eingebunden, essen gemeinsam, besuchen Konzerte und sind von der Musikszene in den Bars begeistert. Hier gehört generationsübergreifende Freude an Musik und Tanz einfach dazu. Die Einladung zu einem „Stammtisch” der German Canadian Association of Nova Scotia (www.nsgca.org) wird gerne angenommen und so treffen wir Menschen aus Essen und Bochum mit ihren interessanten Migrationsgeschichten.




Im Februar treffen Antje und Stefan, die TO-Mitglieder sind, mit der stark vereisten SY Tinjac in der Marina ein. Sie kommen aus Neufundland. So trifft sich der TO im hohen Norden und wir genießen zur Abwechslung den deutschen Schnack an Bord!

Wie immer kommen zusätzliche Bootsarbeiten auf uns zu, beispielsweise die Behebung eines sehr schwer erreichbaren Lecks an der Grauwasserleitung. Einige der neuen Probleme können wir direkt selbst lösen, andere nehmen wir mit auf unsere weitere Reise.


In search for leaking pipes - new access hatches...
In search for leaking pipes - new access hatches...

Unser Fazit des diesjährigen Winterlagers lautet: Der Liegeplatz ist in Ordnung, die Stadt verfügt über eine sehr gute Infrastruktur und wir haben wundervolle menschliche Beziehungen erlebt. Wir haben die Zeit als sehr gelassen, gleichzeitig voller Eindrücke und abwechslungsreich erfahren. Mitte März verlassen wir unser Winterlager, füllen unsere Tanks und setzen unser viertes Segeljahr wieder Richtung Norden fort. Ihr könnt unsere weitere Reise auch gerne mit der App „Find Pinguins” (https://findpenguins.com/4cyqtdzv5lavj) direkt verfolgen. 


Peggy*s Cove
Peggy*s Cove

 
 
 

1 Kommentar


Stephen Strebel
Stephen Strebel
vor 4 Stunden

Wonderful to read that you are doing well, and we wish you a good start on your northward journey in 2026. Keep sharing, wishing you safe and happy sailing.. -Stephen

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