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Nordwestpassage

Sarpinat Bay near Upernavik
Sarpinat Bay near Upernavik

In Upernavik angekommen, haben wir bis am 20. Juli bereits 560 Seemeilen der Nordwestpassage (NWP) zurückgelegt. Die Passage wird vom Polarkreis aus gemessen und endet wieder am Polarkreis in Alaska. Bei uns dauert die Passage somit vom 1. Juni bis zum 6. September und umfasst 3600 NM.




Der kleine Hafen von Upernavik ist uns vom letzten Jahr bekannt. Er ist eng und es gibt nur wenig Platz für Segler. Überwiegend liegen dort Fischerboote und Cargo-Schiffe. Nachdem wir zunächst einen Platz am einzigen grossen Pier bekommen und eine schaukelige Nacht verbringen, müssen wir am nächsten Tag dem Cargo-Schiff „Vestborg” Platz machen. Die Besatzung lässt uns aber netterweise längsseits festmachen. Über eine stabile Strickleiter gelangen wir an Deck der „Vestborg” und somit an Land. Wir kaufen die vorerst letzten Waren ein, tanken und verlegen uns in die nahegelegene Ankerbucht Sarpinat. Hier bereiten wir uns für die Weiterfahrt vor. Nun heisst es, auf ein geeignetes Wetterfenster zu warten. Wir nutzen die Wartezeit, um Verdunklungs- und Isolierungsabdeckungen für die Salonfenster zu nähen, das Unterwasserschiff und den Propeller mit unserer Trockentauchausrüstung ein wenig zu reinigen. Erfreulicherweise treffen wir Chris und Olga aus Lausanne, die ebenfalls die NWP planen.


Cleaning the prop before we head off
Cleaning the prop before we head off

Am 27. Juli ist es soweit und wir fahren bei ruhigen Verhältnissen und Sonnenschein auf das offene Meer Richtung Kanada. Nach 30 Seemeilen kommt leichter Südostwind auf. Zuerst heisst es Motorsegeln. Bald schon sind wir gemütlich (4-5,5 Knoten) mit voller Besegelung und Raumschotwind unterwegs. Am fünften Tag weht uns ein starker Wind um die Nase und wir kommen dank der gerefften Segel gut voran. Es geht an vier Gletscherzungen vorbei, die ins Meer fliessen. Das Wasser ist hier grünlich. Bei guter Sicht erreichen wir Dundas Harbour auf Devon Island. Langsam müssen wir uns von den Eisbergen verabschieden, die ab hier immer seltener werden. Nach gut vier Tagen und knapp 500 NM haben wir die erste Etappe geschafft. Über Marine Traffic sehen wir zum ersten Mal andere Segler und Motorjachten (ca. 12), die wahrscheinlich auch die Nordwestpassage anvisieren. Die meisten fahren über Pond Inlet, um sich in Kanada anzumelden. Das konnten wir online im Voraus erledigen. Viele kennen diese neue Möglichkeit aber noch nicht, wie wir später erfahren haben.


Dundas Harbour - Devon Island
Dundas Harbour - Devon Island

Jetzt sind wir in einem neuen Teil von Kanada angekommen und haben den nördlichsten Punkt – 74° N - unserer Reise erreicht. Devon Island ist 34 % grösser als die Schweiz. Die Insel ist von arktischer Tundra, einer Eiskappe auf den Plateaubergen und Menschenleere geprägt. An unseren ersten Ankerplätzen  - Dundas Harbour und Burnett Inlet - finden wir kaum Eis, dies soll sich aber nach 50 NM ändern. Wir beobachten die Entwicklung der Eissituation im Peel Sound und Prince Regent Sound. Das norwegische Schiff Alma af Frøya ist das erste Segelschiff, das den Parry Channel durchquert und in den Peel Sound eingefahren ist. Sie informieren uns über die idealen Bedingungen. Die meisten Jachten versuchen, die Franklin Strait über die Bellot Strait zu erreichen. Diese enge Wasserstrasse ist allerdings noch nicht eisfrei und somit nicht sicher zu befahren. Da sich für uns eine Möglichkeit zeigt, früh weiter nach Westen zu kommen, entscheiden wir uns die Eiszone über dem Peel Sound zu durchqueren.


Burnett Inlet - Devon Island
Burnett Inlet - Devon Island

Am 5. August geht es definitiv los! Es ist eine echte Freude, dass sich auch die neuen Segelfreunde Chris und Olga, SY Blue Peter, für den Peel Sound entschieden haben. Am Parry Channel segeln wir durch eine offene Treibeiszone. Mit herrlicher Sicht ist es kein Problem. Im Peel Sound kommen wir segelnd gut voran. Die Bellot Strait ist kurze Zeit später befahrbar. Andere Segler und die ersten Kreuzfahrtschiffe folgen.


Walross gathering  - Burnett Inelt
Walross gathering - Burnett Inelt

Am Entscheidungspunkt, ob unsere Route Richtung Victoria Strait oder weiter nach Gjøa gehen soll, zeigt sich auf den Eischarts eine Zone mit 5/10 Eiskonzentration. Das Eis zieht sich genau über die Route, die sich auf dem knapp kartographierten Bereich befindet. Wir entscheiden uns daher für Gjøa. Die Landschaft Richtung Gjøa ist geprägt von sehr flachen, wüstenähnlichen Inselstreifen. Das Wasser ist sehr flach, zum Glück sehr gut kartiert. Bei Sonnenschein und guter Strömung gleiten wir durch die James-Ross Strait.


Icefields en route
Icefields en route

Nach 530 Seemeilen erreichen wir Gjøa Havn. Dort haben Amundsen und seine Mannschaft 1902 und 1903 überwintert. Hier treffen wir die Alma af Frøja, die auf der Route von Amundsen reist. Die Menschen in Gjøa sind offen und sehr freundlich. Wir schauen uns das lebhafte Städtchen am Sonntagabend von der Aegir aus an. Es ist 16 Grad warm. Kinder spielen und angeln am Strand. Junge Männer fahren mit ihren Quads, Motorrädern und sogar Snowmobilen über die Sandpisten. Da noch viele Seemeilen vor uns liegen, segeln wir bereits am nächsten Tag weiter.


Alma af Frøja and Aegir anchored in Gjøa Havn
Alma af Frøja and Aegir anchored in Gjøa Havn

Gjøa Havn
Gjøa Havn

Durch die schmale Simpson-Strait mit ihrer starken Strömung fahren wir bei günstigen Bedingungen mit einer mitlaufenden Strömung von 3 Knoten. Mit gutem Halbwind kommen wir schnell voran. Wir segeln bis Cambridge Bay. Gerne hätten wir an der Jenny Lind Island einen Stopp eingelegt. Dennoch geht es weiter. Es kommen nordwestliche Winde. Sie werden das Vorankommen und die Eissituation ab Amundsen Golf Richtung Westen verschlechtern. Zudem geht die Sonne seit ein paar Tagen wieder unter und wir spüren ein Unwohlsein bei der Vorstellung, demnächst in Eisgewässern wieder bei Nacht zu segeln.



In Cambridge Bay liegen wir neben der SY Aglaia am Steg. Die Skipperin ist Kirsten Neuschäfer. Sie hat 2022 den Golden Globe gewonnen. Sie segelt das Boot für den Eigner nach Seattle. Zwei «wartende neue» Crewmitglieder der SY Lifexplorer statten uns einen Besuch ab. Die Lifexplorer hat sich zusammen mit einem anderen Segelschiff sehr früh durch das dichte Eis vor Alaska bewegt. Sie werden in den nächsten Tagen hier erwartet und segeln dann weiter bis Aasiaat in Grönland. Dort wollen sie das Schiff überwintern.


SY Aglaia docked in Cambridge Bay
SY Aglaia docked in Cambridge Bay

Wir bestellen den Diesel-Truck und füllen die frischen Vorräte auf. Weiter geht’s! Das Meer ist spiegelglatt und wird nur ab und zu von ein paar Strömungszonen aufgewirbelt. In Disappointment Harbour, Edinburgh Island machen wir Halt. Unsere Aegir bekommt eine wohlverdiente Regendusche und wir widmen uns unserer Grauwasserpumpe. Die Pumpe pumpt nicht mehr ab. Die Dichtungen sind gewechselt, aber sie arbeitet weiterhin nur eingeschränkt, bis sie schliesslich ganz den Geist aufgibt. Eine Handpumpe hilft gegen Überlaufen. Eine Reparatur muss bis Nome warten.


Cambridge Bay - Diesel bunkern...
Cambridge Bay - Diesel bunkern...

Die Segeljachten Aglaia, Hafiz und Vanuily haben sich von Cambridge Bay auch auf den Weg gemacht. Ein Treffen ist absehbar. Am 15. August erreicht uns der erste Gegenverkehr: Die SY Lifexplorer, unter Schweizer Flagge, kommt dieses Jahr als erstes Segelschiff aus Alaska. Sie passiert uns ganz nah und wir jubeln uns zu – was eine Freude! Sie haben im Weiteren die entspanntere Strecke bis Aasiaat vor sich.


 First oncoming traffic -  SY Lifexplorer bound for Greenland
First oncoming traffic - SY Lifexplorer bound for Greenland

Unser Ziel ist klar: Parry Peninsula. Wir wollen direkt bis Summers Harbour, aber ein kommender Sturm in den nächsten Tagen und das nördliche Eis ändern unsere Pläne. Wir entscheiden uns gemeinsam mit der SY Blue Peter für Letty Harbour. Bei Sonnenschein und leichtem Downwind setzen wir unseren Parasailer ein und finden den besten Weg durch die starke Strömung im Amundsen Gulf. Bei der Anfahrt zu unserem Ankerplatz passieren wir eine kleine Eiszone (1/10), die sehr gut auf den Radarbildern in der SIKU App zu sehen ist.


Hudson's Bay Company trading post Letty Harbour
Hudson's Bay Company trading post Letty Harbour

In Letty Harbour erwartet uns eine sehr geschützte und flache Bucht. Mit unserem Tiefgang (2,25m) ist es uns immer etwas unheimlich, flache Gewässer zu befahren. Wir checken die Tiefen mit dem Dinghy und Handecholot, danach fällt der Anker. Am nächsten Tag hat der Wind gedreht, und wir liegen jetzt mit dem Heck näher am Ufer. So heisst es Anker neu setzen und zwei Landleinen (Bug und Heck) auslegen. Der angesagte Starkwind kann uns danach nichts anhaben. Wir geniessen einen wunderbaren Abend bei Chris und Olga. Olga verwöhnt uns mit einem exzellenten 4-Gang Menü, begleitet von unserer letzten Flasche Weisswein aus Nova Scotia und einem edlen französischen Wein. Gemeinsam diskutieren wir die weitere Fahrt. Die Eissituation hat sich mit dem Nordwestwind geändert. Wir bleiben einen Tag länger in der Bucht. Robben schwimmen um unsere Schiffe, ein klares Zeichen für Fisch. Bei diesem Wetter will niemand raus zum Angeln.


Perfect Shelter - Letty Harbour
Perfect Shelter - Letty Harbour

Die nächste Etappe führt uns direkt nach Summers Harbour. Altes und neues Eis, Schollen in verschiedenen Grössen und Growler/Bergybits bedecken das Wasser.  Ab hier bleibt das Eis, in unterschiedlicher Konzentration und Form, für 14 Tage bis Thetis Island in Alaska unser Begleiter. Wir erhalten erstklassige Eisinformationen und Tipps von Victor Wejer. Er versorgt Segler seit 2006  mit Informationen und Einschätzungen zu Eis und Wetter und begleitet sie so durch die NWP.  Zudem beziehen wir Eis- und Wetterdaten online von kanadischen Diensten und der NOAA. Unsere Routenplanung ist entsprechend klar: Die Route verläuft mehrheitlich sehr nah an der Küste entlang. Die nächtlichen Etappen bei Dunkelheit durch den Amundsen Gulf und von Herschel Island zur kanadisch-amerikanischen Grenze nach Demarcation Point sind äusserst stressig. An einer Eiskante entlangzufahren, wie im Amundsen Gulf, ist noch in Ordnung. Auf dem Weg nach Demarcation Point sind wir jedoch mitten im Eis und auf dem Radar leuchtet es überwiegend rot. Einmal müssen wir vor einer riesigen Scholle abbremsen und rückwärtsfahren. Glück gehabt! Schlussendlich stehe ich, Christine, mit dem Handstrahler im Bug und navigiere uns durch das Eis.




Wir stoppen in Tuk für eine Nacht, um am nächsten Tag zu tanken und direkt weiter zu segeln. Auf Herschel Island findet dann das persönliche Treffen mit den Crews der Hafiz, Vanuily und Aglaia statt. Kontaktdaten werden ausgetauscht, was für die weitere Reise sehr hilfreich ist. Leider ist kein Ranger vor Ort, der uns die Nutzung der vorhandenen Sauna erlauben könnte. Die Einreise in die USA, Alaska verläuft unspektakulär. Wir melden uns via CBP Roam App für Nome als «Port of entry» an und unsere Einreise wird bestätigt. Wir erreichen Demarcation Bay ziemlich erschöpft um 4 Uhr morgens. Nach zwei Stunden Schlaf lichten wir den Anker mit Tageslicht, im Wissen, dass das dichtere Eis auf dem Abschnitt bis Kaktovik noch sehr nah an der Küste sein wird. Nach Kaktovik nimmt die Dichte rasant ab und die Eiskante ist viel weiter entfernt.


Whaling Station Herschel Island (Qikiqtaruk)
Whaling Station Herschel Island (Qikiqtaruk)

Der nächste Ankerplatz in der offenen Simsons Bay hat zwei Seiten. Einerseits lässt uns übler Schwell kaum schlafen und andererseits präsentiert sich uns ein wunderbares Panorama der schneebedeckten hohen Franklin Mountains. Das Positive überwiegt! Bei herrlichem Wetter geniessen wir diese Aussicht. Auch am nächsten Morgen glühen die Berge mit der aufgehenden Sonne. Nach Brownlow Point kommen viele kleine, vor allem flache Inseln – oder besser gesagt Landzungen. Nördlich davon gibt es noch viel Eis, weshalb wir die innere Route mit dem Newport Entrance wählen. Die Tiefenangaben der Seekarten sind ziemlich ungenau und das flache Wasser kostet uns einige Nerven. Im Eingang haben wir nur noch 50 cm Wasser unter dem Kiel. Danach geht es flach, stressfrei und ohne Eis bis zur Harrison Bay/Thetis Island weiter. Der Ankerplatz liegt hinter einer halbmondförmigen Landzunge und bietet perfekten Schutz vor dem Schwell.

Wir bleiben zusammen mit den drei anderen Booten über Nacht. Ab hier ist die Anspannung bezüglich weiterer Fahrten durch das Eis für uns vorbei. Sie wird allerdings abgelöst durch die Sorge, um weitere sehr dürftige Ankerplätze bis Nome und die entsprechende Etappenplanung, angesichts des kommenden Starkwinds. Am Point Barrow erreichen wir den nördlichsten Ort der USA. Die Elson-Lagune wird von einer schmalen, flachen Landzunge gebildet.


Franklin Mountains. - Simpsons Bay
Franklin Mountains. - Simpsons Bay

Die Navigation ist extrem anspruchsvoll. Wir wissen bereits aus den Karten, dass wir mit unserem Tiefgang nur direkt am Eingang der Lagune ankern können. Doch auch die Zufahrt ändert sich durch die ungeschützte Lage ständig: Eis und Brandung verändern die Landzungen und den vorgelagerten Meeresgrund. Die SY Aglaia hat die gleiche Tiefgang-Restriktion wie wir und liegt ein paar Stunden vor uns am Eingang. Sie haben die Einfahrt und die Lagune mit dem Dinghy und einem Handecholot erkundet. Dank ihrer Daten können wir „relativ entspannt” in die Lagune hineinfahren und direkt hinter dem Ende der Landzunge bei ihnen ankern. Zum Glück hält unser Anker sofort, sodass wir für den kommenden Starkwind ein einigermassen gutes Gefühl haben. Dennoch halten wie Ankerwache über Nacht.


Elson Lagoon - early morning surprise
Elson Lagoon - early morning surprise


Wir beobachten das ankommende Tief, um den richtigen Zeitpunkt für die Weiterfahrt nicht zu verpassen. Bis Point Hope benötigen wir zwei Tage, bzw. vier Tage bis Nome. Einerseits sind nördliche Winde gute Segelwinde für uns, um die Küste hinunter zu segeln, andererseits gibt es eine extreme Nordströmung in der Tschuktschensee. Diese Kombination kann zu heftigen Wellen führen. Wir hoffen daher auf Ostwind, der sich dann nach 3,5 Tagen in der Elson-Lagune ankündigt. Zum Abschied vom nördlichsten Ort der USA, dem Eis und der Beaufortsee erscheinen zwei kräftige Eisbären auf der nahen Landzunge. Wir können sie lange dabei beobachten, wie sie spielen und nach Nahrung suchen. Da wir unser Dinghy erneut zu Wasser lassen müssen, sind wir wegen des unverhofften Besuches etwas nervös. Zum Glück nehmen sie keine Witterung von uns auf und lassen sich durch uns nicht stören.


Many thanks to Alberto Biffignandi and Crew of Lifexplorer for the Pic!
Many thanks to Alberto Biffignandi and Crew of Lifexplorer for the Pic!

Am 3. September verlassen wir die Beaufortsee und segeln direkt bis Nome. Hier erhalten wir einen Vorgeschmack darauf, was die Tschuktschensee zu bieten hat. Zunächst arbeiten wir uns gegen die starke Nordströmung unter Motor entlang der Küste vor. Nach einem Tag setzt der angekündigte Starkwind von Osten ein. Gut gerefft segeln wir mit Böen von maximal 42 Knoten Richtung Cape Lisburne. Die Wellen in diesem flachen Gebiet sind bis zu 4 m hoch und wegen der geringen Wassertiefe von 20 Metern leider auch sehr steil. Am Point Hope ist der wilde Ritt vorbei. Wir motoren und können nun etwas besser schlafen. Am 6. September überqueren wir den Polarkreis und beenden nach 3600 NM die Nordwestpassage. Bis Nome geht es knapp an den Diomedischen Inseln vorbei. Die eine Hälfte gehört zu den USA, die andere zu Russland. Nur 4 km trennen diese beiden Inseln, und die internationale Datumsgrenze verläuft genau hindurch. 


Nome Harbour - many gold dredging boats...
Nome Harbour - many gold dredging boats...
Some well deserved drinks after arrival in Nome...
Some well deserved drinks after arrival in Nome...

Die Ankunft in Nome wird gebührend gefeiert! Wir haben es hierher geschafft. Unser Fazit von der NWP ist einfach fantastisch! Wir sind so froh, dass wir uns vorher so viel Zeit für Grönland genommen haben. Bei der Passage hiess es: Nicht aufhalten, fahren. Die Passage war ein echtes Highlight, vor allem die Landschaft in Nord-Alaska mit den Franklin Mountains. Wir haben Eisbären gesehen! Die Liste der Tiere ist lang und es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken: Seehunde, Wale, Walrösser, Moschusochsen und diverse Vögel. Wir haben die Eissituationen als Team gemeistert, hatten wenig Eisberührung und können es kaum erwarten, beim nächsten Haul-Out die Schäden am Rumpf zu begutachten. Es war ein einmaliges Erlebnis für uns, dem Packeis so nahe zu sein. Die NWP war ein Teil unserer Reise für dieses Jahr und die Reise ist noch nicht zu Ende. Bis Seward liegen noch 1250 Seemeilen vor uns. Dort werden wir das Schiff im Winter lassen.


Muskox - Burnett Inlet - Devon Island
Muskox - Burnett Inlet - Devon Island

 
 
 

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