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Bootsarbeiten en más


Unser Motto für unseren ersten Segeltörn mit der Aegir in den Norden lautete: Wir testen das Schiff und die Crew! Nach dem ersten Jahr unterwegs mit AEGIR haben wir dann auch einige Ideen für Verbesserungen am Schiff. Wir verbringen dazu fünf Monate über den Winter in Südholland mit Segelpause.



Zudem nutzen wir die Zeit für Besuche und etwas Skifahren in der Schweiz. So treffen wir unsere Freunde und Familie in Deutschland und in der Schweiz mehrmals. Es ist für uns eine grosse Freude, überall herzlich willkommen zu sein und immer eine Übernachtungsmöglichkeit zu haben. Natürlich haben wir auch unsere „Homebase“ bei, bzw. zusammen mit Traudi – Christines Mutter. Wir schätzen diese Lösung sehr und das Zusammenleben funktioniert bestens. Wir haben uns auch in unserer neuen/alten Heimat Deutschland bezüglich der Gesundheitsversorgung organisiert. Die relevanten Arztbesuche können wir in dieser Zeit wahrnehmen. Impfen können wir uns selber – so bleiben wir beide in Übung. Die Nähe unseres Hafens in Holland zu unserer Homebase nach Deutschland ist für uns sehr günstig, da wir so auch kurzfristige Fahrten nach Deutschland mit unserem Leihwagen unternehmen können. Dazu gehört auch ein Besuch mit Interview Termin beim US Konsulat in Frankfurt für das B1/B2 Visum, welches wir zur Einreise mit unserer Yacht in die USA benötigen werden.



Gegen Ende November schauen wir etwas neidisch auf die vielen Bilder und Schneeberichte aus dem Süden Deutschlands und der Schweiz. Bei den Winterbildern aus Nord-Norwegen – Schnee, Polarlichter und Wale – werden wir schon etwas sentimental und bekommen fast ein wenig „Heimweh“. Aber die Vorfreude wächst auf unsere Skitourenwoche im Februar. Dank der Organisation eines Freundes können wir nochmals mit unseren Freunden gemeinsame Zeit in den Schweizer Bergen verbringen.




Zwischen den Besuchen, um die Feiertage und die Skiferien haben wir sehr intensive Arbeitstage auf der Aegir. Kaum in Holland angekommen kommen die Segel herunter. Für die Hydraulikpumpe des Bugstrahlruders und der Anker Winschen haben wir eine professionelle Wartung durchführen lassen und das hydraulische System mit neuen Schläuchen und Druckbegrenzungs-Ventilen verbessert.



Neben der normalen Wartung haben wir dem Hauptmotor neue Einspritzdüsen gegönnt und auch die Kompression überprüfen lassen - alles fit für die nächsten Etappen. Einen unserer zwei Wassertank hatten wir bereits stillgelegt und nun mit geschlossen porigem Schaum isoliert. Nachdem das Provisorium der Ankerwinde aus Spitzbergen zwar prima gehalten hat, erneuert Gregor die ausgeschlagene Welle der Winde.


Wir vergrössern die Ankerkiste und verbessern mit einer neuen Kettenrutsche den Lauf der Kette. Der kurze Check unserer Air-Condition stimmte uns positiv im Hinblick auf wärmere Temperaturen – wann immer das auch sein wird. Im Januar kommt Aegir aus dem Wasser für neue Seeventile und wir streichen das Unterwasserschiff mit neuem Antifouling. Dabei nutzen wir die Gelegenheit für eine Messung unseres Stahlrumpfes. Sie ergab, dass die Stahldicke immer noch super ist.


Gregor installiert noch Starlink und Christine widmet sich den Ausbesserungen am Teakdeck, dem Anstrich der Aegir und hatte ein paar Nähprojekte (Abdeckungen, Leesegel, Moskitonetze). Wir stocken unser Ersatzteillager und Handwerksmaterial auf und finden erstaunlicherweise immer noch einen Stauplatz.

Fazit zu diesem Teil: wir lernen unsere Aegir in ihrer Tiefe weiter kennen! Aufgrund einiger paralleler Projekte leben wir teilweise in einer Baustelle, die wir abends immer wieder aufräumen und ein gemütliches Zuhause haben. Zudem beschäftigt uns unsere weitere Reise. Die Abende dienen den Recherchen und der weiteren Routenplanung. Eine Reise nach Grönland wäre schon super und wir liebäugeln mit einer Überwinterung in Kanada oder im nördlichen Teil der US Ostküste. Der Kontakt zu anderen Seglern ist hierbei sehr erfreulich und inspirierend. So freuten wir uns auf jeden Fall auf unsere Weiterreise und alle Arbeiten an Bord machten so umso mehr „Spass“.

Nach unseren Skiferien geht es Anfang März mit Vollgas weiter, um die restlichen Arbeiten fertigzustellen. Nach fast fünf Monaten verlassen wir den Arbeitshafen und wechseln in den Yachthafen Cape Helius. Von hier aus testen wir die neue Segelgarderobe (Genua, Fock und Oxley-Parasailor) und freuen uns auf die weitere Reise damit. Und nun sind die Rexees wieder auf dem Wasser unterwegs und ihr könnt uns gerne in unseren Blogs weiter folgen. 



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