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Angekommen in Tromsø

Wir liegen aktuell an einem tollen Platz im Stadthafen. Ein Steg weiter ist direkt die Sauna - einfach wunderbar, direkt ins Hafenbecken zu springen.

Bild: Pust (Sauna)

Im Hafen herrscht ein reges Kommen und Gehen von Fischern und Expeditionsanbietern. Da wir einige Zeit hier bleiben werden, nehmen wir uns ausreichend Zeit, Tromsø zu erkunden. Ein nettes Städtchen, dass täglich weihnachtlicher wird mit seinen Lichterketten, Sternen und Weihnachtsbäumen. Es ist lustig, 5 min vom Weihnachtsmarkt zu wohnen mit einem einzigen Glühweinstand. Den Glühwein darf man nur direkt am Stand trinken, da das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit sonst verboten ist. Noch hat es keinen Schnee in der Stadt, aber wegen der Kälte hat es schon sehr viel Reif, zum Teil eine dicke Schicht.

Bild: Tromsø Cityhafen

Das Gehen in der Stadt erfordert grosse Aufmerksamkeit. Einerseits sind die Gehsteige beheizt und dann wieder vereist. Spikes sind nicht nur bei den Autos und Velos, sondern auch bei den Fussgängern angesagt. Wir kommen insgesamt gut mit den öffentlichen Bussen in der Stadt voran, auch wenn wir ab und zu in die falsche Richtung einsteigen.

Eine Seilbahn bringt uns in 4 min auf den Fjellheisen. Von hier aus heisst es "Yaktrax" montieren und in Richtung Mt. Bønntuva losmarschieren - oben schaffen wir es gerade noch rechtzeitig einen letzten Blick auf die Sonne zu erhaschen. Nun werden wir sie erst wieder im neuen Jahr sehen!

Bild: Mt. Bønntuva

Wir werden viel nach der Dunkelheit gefragt. Wir empfinden es nicht - noch nicht - als unangenehm. Es ist eine neue Erfahrung für uns, die wir sehr bewusst erleben und auch geniessen. Aktuell dämmert es noch und es ist wunderschön, eine fast mystische Stimmung.

Bild: Rystraumen

Um der zunehmenden Dunkelheit zu trotzen, haben wir auch in der Aegir ein paar Lämpchen und Kerzen montiert. So ist es noch gemütlicher. Die Kälte fordert uns etwas im Handling mit den Temperaturen, dem Gefrieren draussen, sowie dem Heizen drinnen und dem Kondenzwasser an Bord. Die Anschaffung eines Entfeuchters hat sich schon einmal gelohnt, auch für die Wäsche an Bord. Und die Montage von Isolierungen an den Fenstern und der "Schiffstüre" zeigen bereits ihre positive Wirkung. Das Projekt Fensterisolierung hat Christines Nähkünste und ihre Nerven etwas beansprucht. Das mit den verschiedenen Stoffen und der Fadenspannung ist gar nicht so einfach. Aus der Seglercommunity hat Christine aber Experten im Hintergrund mit Tipps und Tricks. Schlussendlich hat es dann auch geklappt!

Für die Winterzeit haben wir entdeckt, dass der Motorraum ideal ist, um unsere Schuhe zu trocknen. Der "Fatboy" wurde bis zum nächsten Sommer - wann und wo wir den auch erleben - in die tiefste Kammer vom Schiff versenkt, ins Bleilager (Loadbaak). Das Sonnendach (Bimini) haben wir fester montiert und dient uns nun als Schneedach. Es soll so unser Cockpit schützen. Die Ankerkiste ist umorganisiert: die Skier stehen ganz vorne und sind parat für die erste Tour!

"Vi snakker ikke norsk" (wir sprechen kein Norwegisch) und dennoch konnten wir uns nun bei der Immigrationsbehörde (UDI) registrieren lassen. Wir dürfen bleiben, solange wir wollen und uns korrekt verhalten.

Nun warten wir auf den Schnee und unseren Besuch noch vor Weihnachten. Wir hoffen dann noch mehr in den Norden zu kommen, um Wale zu sehen. Dazu sicher mehr im nächsten Blog!

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